Reiseblog · Porto, Portugal
Porto — Granit, Douro und der Duft von Portwein
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Porto, Portugals zweite Stadt, ist erdiger und unprätentiöser als Lissabon — eine Stadt aus Granit, die sich steil zu beiden Ufern des Douro hinabstaffelt. Wäsche hängt zwischen den Fassaden, und über allem liegt die salzige Nähe des Atlantiks.
Das Herz ist die Ribeira, das alte Hafenviertel am Fluss, ein Gewirr enger Gassen und bunter Häuser unter der mächtigen Eisenbrücke Ponte Luís I. Auf der anderen Seite, in Vila Nova de Gaia, lagern in den Kellereien die berühmten Portweine, deren Geschichte eng mit der Stadt verbunden ist.
Porto ist berühmt für seine Azulejos — ganze Wände aus blau-weißen Kacheln, etwa im Bahnhof São Bento. Die Buchhandlung Livraria Lello mit ihrer geschwungenen Treppe gilt als eine der schönsten der Welt. Und die lokale Küche ist deftig: die Francesinha, ein üppig überbackenes Sandwich, ist nichts für schwache Mägen.
Am schönsten ist Porto bei Sonnenuntergang, wenn das Licht die Granitfassaden golden färbt und die Rabelo-Boote im Fluss schaukeln. Eine Stadt mit rauem Charme und großem Herzen.
Titelbild: Brian Boru, CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons).
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